Nach nur 8 Wochen Meditation: nachhaltige Veränderung im Gehirn

Meditation am Strand, Entspannung, Schneidersitz
Foto: © Bodo Schmitt / Pixelio
Neurowissenschaftler haben festgestellt, dass Probanden nach nur acht Wochen regelmäßigen Meditierens nachhaltige Veränderungen im Gehirn aufweisen.

Das stellten Forscher am Massachusetts General Hospital der Boston University fest. Die Veränderungen im Gehirn betreffen die Verarbeitung von emotionalen Informationen.

Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe besuchte jeweils zwei Stunden Meditationstraining pro Woche, eine weitere Gruppe erhielt ein Achtsamkeits-Training. Eine Kontrollgruppe verbrachte die gleiche Zeitspanne bei einer Diskussionsrunde zum Thema Gesundheit. Insgesamt erfuhren alle Probanden 16 Stunden Training.

Beim Meditationstraining lag der Fokus auf dem Kultivieren von Mitgefühl und Empathie. Beim Achtsamkeitstraining standen Atmung und der eigene Gefühlszustand im Vordergrund.

Sowohl bei der Meditations- als auch bei der Achtsamkeitsgruppe wurden Veränderungen der Amygdala festgestellt. Die Amygdala spielt eine Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen und ist bei grundlegenden Gefühlsregungen wie Angst stark beteiligt. Bei der Überprüfung reagierten die beiden gecoachten Gruppen anders auf emotionsgeladene Bilder als die diskutierende Kontrollgruppe.

Bei beiden Gruppen war die Reaktion in der Amygdala auf die Bilder weniger stark als bei der Kontrollgruppe, was auf eine verbesserte Stressresistenz und emotionale Stabilität schließen lässt. Allerdings zeigte sich bei der Meditationsgruppe stärkere Reaktionen auf Bilder, die Leiden zeigten; dies lässt darauf schließen, dass das Empathie-Training tatsächlich funktioniert hat. Außerdem zeigte diese Gruppe verringerte Anzeichen von Depression, was die Forscher als Zeichen dafür werteten, dass diese Meditation auch für einen selbst Vorteile mit sich bringt.

Bei der Kontrollgruppe ließ sich keinerlei aussagekräftige Veränderung feststellen.

Mehr zum Thema Wohlbefinden: